Prädiabetes!!

Kein leerer Begriff, sondern Warnsymptom, welches oft über Jahre hinweg unbeachtet bleibt.

Darstellung Gesundheit Prädiabetes mit Schriftzug "Ihr Wegweiser zur Gesundheit", "Butzucker-Regulierung", "Ernährungsumstellung" und "Bewegung"

Was versteht man darunter?

Prädiabetes bedeutet Insulinresistenz. Die Zelle kann den im Blut kreisenden und für sie wichtigen Zucker, die Glucose, nicht ausreichend aufnehmen, da Insulin vom Zellrezeptor nicht erkannt wird. Dies ist aber nötig, damit genügend Glucose in die Zelle gelangen und dort verstoffwechselt werden kann. Bleibt zuviel Zucker im Blut, verändern sich Eiweiße langfristig. Messbar ist diese Veränderung zum einen am HbA1c und zum anderen mit der Messung von Nüchterninsulin, Nüchternblutzucker und dem Homa Index.

Was passiert, wenn die Glucose nicht ausreichend aufgenommen werden kann?

Der langsame Übergang in einen manifesten Diabetes zeigt sich nicht gleich offensichtlich. Erhöhte Blutzuckerwerte fördern chronische, schleichende Entzündungen ( Inflammaging ), was als wichtiger Trigger für altersassoziierte Erkrankungen gesehen wird, also dem Ansatz von Langlebigkeit nicht dient. Und zum anderen bindet das Zuviel an Glukose an Proteine, die sich dadurch verändern. Es entstehen sogenannte Advanced Glycation Endproducts ( AGEs). Diese wirken sich vor allem im Bereich von Gefäßen, Knochen, Haut und Sehnen aus und verändern dort die kollagenen Fasern dauerhaft. Wir verlieren Elastizität und gleichzeitig auch Stabilität und Belastbarkeit dieser Fasern.

Was können wir tun?

  1. Weniger essen: 2 bis 3 Mahlzeiten pro Tag ohne Zwischenmahlzeiten genügen. Der Insulinspiegel muss immer wieder absinken können. Tagsüber sollten Kohlehydrate durchaus gegessen werden, am besten in Form von komplexen Kohlehydraten ( Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse z.B. ). Abends eiweißreich und nicht zu spät. 3 Stunden vor dem Zubettgehen sollte die Nahrungsaufnahme beendet sein.
  2. Keine Snacks: Insulin und Zuckerspiegel bleiben bei häufigem Zwischendurchessen hoch und damit auch das Risiko für Insulinresistenz und Ablagerungen in den Gefäßen.
  3. Ausgewählt essen: zu den komplexen Kohlehydraten kommen ausreichend Eiweiß ( 1,8 g / kg KG pro Tag etwa ), gute Fette und Öle, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe, Cofaktoren. Denken Sie an Gemüse!!
  4. Bewegung: Mehrmals in der Woche aus der Puste kommen. Entweder mit Ausdauerbewegung, mindestens 30 Minuten jeweils zügig gehen, joggen, schwimmen, radfahren oder mittels schneller, kurzer Bewegung 1 – 2 mal pro Woche, anstrengende aktive Schnellbewegung 10 bis 20 Minuten.
  5. Fastenpausen: Intervallfasten ( 16 : 8 ) oder auch Fastentage. Die Idee dahinter ist nicht die Gewichtsabnahme, sondern die Zellen in ihre Arbeit der Autophagie zu bringen. Wenn Zellen eine Atempause bekommen, können sie sich vom Zellmüll besser reinigen, sie werden wieder empfindlicher für Insulin und Entzündungen werden gebremst.

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